Dr. Hans Müller: Der Vater des biologischen Anbaus

Dr. Hans Müller wurde 1891 in Kanton Bern geboren. Dort wuchs er im Kreise von sechs Geschwistern auf einem Emmentaler Bauernhof auf. Bis Anfang der 30er Jahre war Müller als Lehrer tätig. Erfahrungen mit den Nöten der Bauernfamilien und den damit verbundenen sozialen Problemen, liessen ihn in die Politik einsteigen.

Im Laufe seiner politischen Tätigkeit, davon 19 Jahre im Nationalrat, kam Dr. Hans Müller zur Überzeugung, dass die Grundfragen der bäuerlichen Existenz auf der politischen Ebene nicht zu lösen seien, sondern dass die Bauern sich selbst helfen müssen.

Sein Hauptaugenmerk galt vor allem den kleinbäuerlichen Betrieben und deren Existenzsicherung. Eine Möglichkeit der bäuerlichen Selbsthilfe sah Dr. Hans Müller in der Abkehr von der üblichen Wirtschaftsweise, der Senkung der Kosten, dem Erhalt des Bodenlebens und der Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel.

Gemeinsam mit seiner Frau Dr. Marie Müller und dem Arzt, Bakteriologen und Bodenkundler Dr. Hans Peter Rusch entwickelte er die Methode des organisch-biologischen Anbaus.

Dr. Hans Müller übernahm in dieser Dreiergruppe die Aufgabe, die von seiner Frau geprüften wissenschaftlichen Neuerungen und die von Rusch gefundenen bakteriologischen Forschungsergebnisse in die bäuerliche Praxis umzusetzen.

Mit ihrer neuen Methode brachten sie nicht nur in der Schweiz neue Impulse in die Landwirtschaft. Ähnlich wie die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise, die ebenfalls in der Schweiz von Rudolf Steiner entwickelt wurde, verbreitete sich auch die organisch-biologische Wirtschaftsweise in andere Länder.

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