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Entwicklungs-Kalender

Baby im 13. Monat

Einige Babys laufen schon im 13. Monat, andere wagen jetzt die ersten, noch zaghaften, eigenen Schritte – letztlich starten aber alle mit ihren Entdeckungen auf zwei Beinen. Der Wortschatz wächst stetig und Ihr Kleinkind macht Ihnen mit grösstem Vergnügen alles nach – vom Zähneputzen bis hin zum Telefonieren.

Entwicklung des Kleinkindes

Mit Beginn des 13. Monats sind Säuglinge offiziell keine Babys mehr, sondern Kleinkinder! Ist das nicht grossartig? Während in seinem ersten Jahr das körperliche Wachstum, die motorische und die emotionale Entwicklung in unglaublichem Tempo parallel liefen, verlangsamt sich zumindest das körperliche Wachstum im zweiten Lebensjahr etwas.

Das bedeutet: Die Kleidung passt ein wenig länger. Ihr Liebling legt langsamer an Gewicht zu und streckt sich im 2. Lebensjahr dafür mehr in die Höhe. Seine emotionale und sprachliche Entwicklung nehmen rasant an Fahrt auf. Pro Monat wächst sein Wortschatz deutlich, Ihr Kleinkind mag am liebsten alles schon selbst können und machen – und zeigt dies auch sehr deutlich.

Im 13. Monat wird Ihr Kind ausserdem:

  • aktiv seinen Wortschatz erweitern – stetig kommen neue kurze Wörter hinzu
  • aus dem Stand zurück ins Sitzen kommen
  • versuchen, sich selbst an- oder auszuziehen
  • bald die ersten freien Schritte wagen
  • selbstständig essen – wie die Grossen!

Körperliche Veränderungen Ihres Babys

Mit 13 Monaten wird Ihr Kind beinahe zehn Kilogramm wiegen – kann aber auch mit bis zu zwei Kilogramm darüber oder darunter liegen. Dies hängt ein wenig von seiner bisherigen Wachstumskurve ab und davon, mit welchem Geburtsgewicht es zur Welt kam. Im zweiten Lebensjahr wird es insgesamt wesentlich weniger zunehmen als im ersten.

Das Wachstum des Kopfumfangs verlangsamt sich ebenso auf wenige Millimeter pro Monat. Das kindliche Gesicht nimmt klarere Konturen an, die Muskulatur, die insbesondere für das aufrechte freie Stehen zuständig ist, wird im 13. Babymonat durch stetige Übung gekräftigt.

Meilensteine

Gewicht ca. 9.200 bis 9.900 g
Wachstum Längenwachstum auf ca. 74-84 cm; Kopfumfang bei ca. 43-49 cm
Sprache Einwortsätze; Worte können verschiedene Sachen mit gleichen Eigenschaften beschreiben („rund“ = „Ball“ oder „Melone“ oder „Korb“)
Motorik eventuell erste freie Schritte; anfängliches, freies Stehen; einfache Kleidungsstücke (Mütze, Schal) an- und ausziehen

Zum 12. Monat haben Babys häufig ihr Geburtsgewicht verdreifacht. Bei einigen Babys fehlen noch einige Gramm, andere haben die Marke bereits überschritten.

Emotionale und motorische Veränderungen Ihres Babys

Im 13. Monat ist Ihr Kind für Sie vermutlich noch genau das kleine Baby wie vor ein paar Monaten – und gleichzeitig ist es das Kleinkind, das voller Freude aufrecht steht und die Welt nun voll Neugierde und Entdeckerfreude selbst erkunden will. Der innere Antrieb jedes Kleinkinds besteht im 2. Lebensjahr vor allem daraus, möglichst rasch vieles von dem zu erlernen, was „die Grossen“ schon alles können.

Ihr Liebling wird Ihnen deshalb begeistert bei jeder Art von Tätigkeit zusehen – und mitmachen wollen! Wäsche falten, Boden wischen, im Topf rühren oder Blumen pflanzen sind genauso spannend wie telefonieren, das Tablet bedienen oder auf der Fernbedienung des Fernsehers herumdrücken.

Dass manche Dinge eher nicht für kleine Kinderhände gedacht sind, kann zu lautstarken Protesten führen. Und das ist wunderbar! Denn so zeigt Ihr Baby seine Emotionen: Plötzlich und unvermittelt, dafür aber klar und sehr eindeutig. Für Mama und Papa kommt das manchmal überraschend, vor allem wenn das Kind bisher eher ruhiger war.

Die Trotzphase oder Autonomiephase beschreibt die Monate, in denen Kleinkinder ganz bewusst Raum für das Selbermachen einfordern. Dies ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, der im 13. Monat beginnt und sich über etliche Monate hinzieht. Eltern gehen mit den Autonomiebestrebungen ihres Kindes ganz unterschiedlich um – es gibt kaum einen richtigen oder falschen Ansatz. Schliesslich kennen Sie Ihren Liebling am besten und können so eher einschätzen, wie Sie Ihr Kleinkind liebevoll begleiten und trotzdem schützen können.

Tipp: Gehen Sie auf Augenhöhe mit Ihrem Kleinkind und halten Sie sanften Körperkontakt. So kann es Ihnen auch dann gut zuhören, wenn es gerade starke Gefühle erlebt und die Umwelt nahezu ausblendet. Bleiben Sie, wie schon in den vergangenen Monaten, bei einer einfachen, aber klaren Sprache.

Motorisch stehen alle Zeichen auf: „Lauf los!“. Wenn Ihr kleiner Schatz ein wenig vorsichtig und ängstlich ist und sich das Loslassen im Stand noch nicht zutraut, ermutigen Sie ihn ruhig ein wenig. Reichen Sie Ihrem Kind ein besonders geliebtes Spielzeug, sodass es beide Hände zum Spielzeug hinstrecken muss. Das kann anfangs noch etwas wackelig aussehen, aber Gleichgewichtssinn und Muskulatur entwickeln sich im 13. Babymonat, im Hinblick auf das freie Stehen, gezielt weiter.

Hat Ihr Kleinkind bisher noch keine freien Schritte gemacht, kann es jetzt jederzeit soweit sein. Gleichzeitig wird es versuchen, einfache Handlungen selbst auszuführen, wie z.B.:

  • Mütze abnehmen
  • Mütze aufsetzen
  • Schal abziehen
  • Arm in den Jackenärmel stecken
  • mit dem Löffel essen, etc.

Das könnte Sie anfangs des Öfteren auf die Geduldsprobe stellen: Meist klappt es nicht beim ersten Anlauf, sondern es dauert ein bisschen, bis die Mütze auf dem Kopf oder das Apfelmus auf dem Löffel bleibt. So wundervoll es auch ist, seinem Kind bei diesen ersten wichtigen Dingen zuzuschauen – meist tickt auch die Uhr. Wenn es sich einrichten lässt, planen Sie nun beispielsweise vor dem Verlassen des Hauses ein bisschen mehr Zeit ein, damit Ihr Liebling das Anziehen selbst und in seinem Tempo meistern kann.

Es ist völlig ok, wenn Sie mal keine Geduld dafür haben! An anderen Tagen sind Sie vielleicht die Ruhe selbst und können Ihrem Kind hingebungsvoll dabei zusehen. Andersherum erleben Sie vielleicht, wie Ihr Kleinkind vor allem in der KiTa oder beim Arztbesuch lieber angezogen, auf den Arm genommen oder getragen werden möchte. Dann mag es das Üben gerade lieber verschieben und überlässt Ihnen nur allzu gern das Anziehen.

Kleinkinder spielerisch fördern

Altersangepasste Motorik-Boards oder Ähnliches sind gute Hilfsmittel, um Ihr Kleinkind bei der Lösung alltäglicher Aufgaben zu unterstützen. Bei diesen kreativ inspirierten Spielzeugen werden dann:

  • grosse Flaschendeckel auf- und zugedreht
  • Reissverschlüsse auf- und zugezogen
  • Riegel auf- und zugeschoben
  • an Schnüren gezogen
  • Schlaufen um Knöpfe gelegt
  • Murmeln zum Rollen gebracht
  • verschiedene geometrische Formen durch passende Öffnungen geschoben.

Dieses sensomotorische Training kann Ihr Kind schon auf die Zeit vorbereiten, wenn es gemeinsam mit anderen Kindern eine ausserhäusliche Betreuung besucht, wie Krippe, KiTa oder eine Grosstagespflege. Oft wird dort auch von ganz kleinen Kindern bereits erwartet, dass sie selbstständig die Jacke oder eine Brotdose öffnen können.

Musikinstrumente üben auf Kleinkinder eine unwiderstehliche Anziehung aus. Ein Kinder-Xylophon mit bunten Tasten etwa eignet sich zur Förderung des musikalischen und rhythmischen Hörverständnisses. Gemeinsam mit Ihrem Liebling können Sie sprichwörtlich mal kräftig in die Tasten hauen und die farbigen Tasten dabei benennen.

Ballspiele fördern den Gleichgewichtssinn und die räumliche Wahrnehmung des Kindes. Rollen oder werfen Sie weiche Bälle in seine Richtung – und Ihr Kind wird den Ball zu Ihnen zurückrollen oder werfen. Ebenso sind kleine aufstellbare Fussballtore, Basketballkörbe zum Anhängen an Schrank- oder Schubladentüren oder ein ganz einfacher Papierkorb tolle Ziele für erste Übungen mit dem Ball und stärken das Gespür Ihres Kleinkindes für Entfernungen.

Ernährung bei Kleinkindern

Auch als Kleinkind braucht Ihr Liebling Mahlzeiten, die speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das bedeutet nach Möglichkeit:

  • wenig Salz und Zucker
  • keine scharfen oder stark gewürzten Speisen
  • Milch- und Milchprodukte nur in Massen (ca. 300 g beziehungsweise 300 ml pro Tag)
  • Wasser oder ungesüsste Tees als Getränke.

Zwischen den Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittag- und Abendessen sind 1-2 kleinere Snacks ideal. Manche Kleinkinder kommen mit längeren Essenspausen gut zurecht, insbesondere wenn ein ausgedehnter Mittagsschlaf dazwischen liegt. Bei anderen sind kürzere Abstände sinnvoller, damit sie die Mahlzeiten entspannt geniessen können.

Tipp: Ungefähr eine Handvoll Gemüse, Obst oder Brot mit Belag ist ein guter Anhaltspunkt für die Mahlzeitengrösse Ihres Kleinkindes. Als Messhilfe gilt dabei das Fassungsvermögen der Kinderfaust. Für Erwachsene sind dies meist überraschend kleine Portionen, die Ihr Kleinkind jedoch entspannt geniessen und gut verdauen kann. Ist es danach noch hungrig, bieten Sie ihm einfach noch etwas Obst, Gemüse oder dergleichen an.

Die Zahnhygiene wird im 2. Lebensjahr noch wichtiger, denn immer mehr Zähnchen kommen hinzu und wollen gut gepflegt werden. Ausserdem wird nach dem 1. Geburtstag of etwas weniger streng auf den Zuckergehalt der Lebensmittel geachtet. Kleinkindgerechte Produkte wie HiPP Bio für Kinder - alle ohne Zuckerzusatz - sind hier ideale Alternativen.

Stillen und Milchnahrung

Wenn Sie weiterhin stillen: Herzlichen Glückwunsch zu diesem Meilenstein! Nach der Geburt entscheiden sich die meisten Mamas für das Stillen, am Ende des 1. Lebensjahres stillt noch rund ein Drittel. Zum zweiten Geburtstag sind es dann noch knapp 8 Prozent der Mütter, die begleitend zur Familienkost weiterstillen. Oft wird abends, zum Einschlafen und nachts gestillt.

Schon gewusst? Die Muttermilch passt sich nach dem 12. Babymonat explizit auf die kommenden Herausforderungen eines Kleinkindlebens an. Sie enthält einen höheren Anteil an Immunstoffen und einen leicht höheren Eiweissanteil als bisher. Insbesondere der Schutz vor Krankheitserregern zahlt sich aus, wenn Sie mit der Arbeit starten und Ihr Kind die KiTa oder eine Grosstagespflege besucht, denn gestillte Kleinkinder sind im Durchschnitt seltener krank.

In aller Kürze: Wenn Sie arbeiten und stillen, steht Ihnen der volle Schutz des Mutterschutzgesetzes zu. Das bedeutet, dass Sie keine Nacht-, Sonntags- oder Akkordarbeit leisten müssen und nicht in Kontakt mit muttermilchgängigen Gefahrstoffen gebracht werden dürfen. Die Personalabteilung und das Gewerbeaufsichtsamt beraten Sie als erwerbstätige Mama – letzteres auf Wunsch auch anonym – zu Ihren Rechten während der Stillzeit.

Wenn Sie nicht oder nicht mehr stillen und weiterhin die Flasche geben: Das Saugbedürfnis ist auch bei Kleinkindern im 13. Monat oft noch sehr gross. Solange es sich für Sie und für Ihr Baby richtig anfühlt, geben Sie weiterhin die Flasche. Orientieren Sie sich an den empfohlenen Trinkmengen und achten Sie auf eine entsprechende Zahnhygiene.

Ab dem ersten Geburtstag können Sie Ihr Baby auch langsam vom Fläschchen entwöhnen und mit dem altersgerechten Trinkbecher oder einer normalen Tasse vertraut machen. Letztlich geschieht dies aber sehr individuell. Im 13. Babymonat sucht Ihr kleiner Liebling oft noch die Nähe, die das Stillen oder die Flasche bieten. Das grosse Entdeckerkind ist ganz kurz wieder winzig klein und kuschelt sich zum Füttern ganz eng an Sie.

Besonders hilfreich sind diese Momente in Zeiten von Übergängen: Bei der Eingewöhnung in die KiTa, wenn die Grosseltern mehr Betreuungszeiten übernehmen oder grössere Geschwisterkinder durch Schule und Co. mehr Zeit von Mama und Papa einfordern. Dann können diese Milchmahlzeiten zu kleinen Inseln der Geborgenheit werden. Wichtig ist dabei, Dauernuckeln zu vermeiden und auf eine sorgfältige Zahnhygiene zu achten, um die wachsenden Milchzähnchen gut zu pflegen. Verlieren Sie das Ziel nicht aus den Augen, dass es Getränke und Milch im Kleinkindalter nur noch aus der Tasse gibt.

Besuch beim Kinderarzt

Im 13. Monat steht keine reguläre Vorsorgeuntersuchung an. Sollten noch Impftermine nach der U6  im 10. bis 12. Babymonat offen sein, werden diese oft auf den 13. Monat verlegt.

Machen Sie sich Gedanken über die altersgerechte Entwicklung Ihres Kindes? Dann vereinbaren Sie einen zusätzlichen Termin bei Ihrer Kinderärztin und sprechen Sie Ihre Sorgen dort an.

Eingewöhnung in der KiTa

Gut ein Viertel aller Mamas startet nach einem Jahr Elternzeit wieder mit der Arbeit. Das Thema Kinderbetreuung begleitet Sie dann wahrscheinlich schon etwas länger, denn bis es soweit ist, muss ein guter Platz für Ihren Liebling gefunden werden, die Formalitäten erledigt und die Eingewöhnung geplant werden.

Vielleicht hat Ihre Kinderbetreuungseinrichtung eine Krabbelgruppe oder ein anderes Kennenlern-Angebot, bei dem Sie schon vorab ein bisschen KiTa-Luft schnuppern dürfen? So oder so, die erste Zeit der Eingewöhnung ist eine Zeit des Umbruchs für die gesamte Familie. Der Tagesablauf verändert sich deutlich. Kleinkinder reagieren auf diese Änderungen sehr unterschiedlich und entsprechend ihres Charakters: Manche sind, wie zuvor, auch während der Eingewöhnungszeit kleine Wirbelwinde, die voller Freude jeden Morgen in den neuen Tag mit anderen Kindern starten. Andere brauchen viel mehr Nähe, Geborgenheit und Ihre sanfte Rückversicherung, dass die KiTa ein wunderbarer Ort für neue Erlebnisse sein wird.

Für die Eingewöhnung werden in aller Regel zwischen zwei und acht Wochen eingeplant. Anfangs bleiben Sie mit Ihrem Liebling gemeinsam in der KiTa-Gruppe und erleben den typischen Ablauf zusammen. Das betrifft vor allem gemeinsame Mahlzeiten, wie das zweite Frühstück, aber auch wichtige Rituale, wie den Morgenkreis oder Spiele im Garten- oder Spielplatzbereich der Betreuungseinrichtung. So erhalten Kleinkinder die Chance, eine erste Beziehung zu ihrer Erzieherin aufzubauen – und Eltern können sich versichern, dass ihr Schatz in der Obhut des pädagogischen Personals auch wirklich gut aufgehoben ist.

In der Regel wird das Berliner Modell zur Eingewöhnung angewendet. Deshalb findet die erste kurze Trennung von Mama oder Papa und Kind in der Gruppe erst nach einiger Zeit statt. Sie verabschieden sich, verlassen den Gruppenraum – und kehren nach wenigen Minuten zurück. Diese kurzen Trennungen werden ganz langsam und sanft wiederholt und dabei minutenweise ausgedehnt – solange, bis Sie zum ersten Mal für eine kurze Besorgung die KiTa verlassen können und Ihr Liebling erkennbar zufrieden und glücklich im Gruppenraum bleibt.

Tipps für die Eingewöhnung:

  • Das Lieblingskuscheltier oder ein kleines Familienfotobuch helfen Ihrem Kind dabei, sich mithilfe seiner Bezugserzieherin zu beruhigen, wenn es Sie vermisst.
  • Planen Sie vor und nach der Eingewöhnung mehr Zeit ein, denn Kleinkinder haben in dieser Phase viel zu verarbeiten – und das braucht Zeit.
  • Sprechen Sie Wünsche und Vorstellungen mit den Erzieherinnen möglichst klar an, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.
  • Tränen sind anfangs normal, wichtig ist, wie gut und sicher sich Ihr Kleinkind von der Bezugserzieherin beruhigen und auffangen lässt.

Bei all dem gilt: Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl! Sie haben das beste Gespür dafür, was Ihrem Kind in der neuen Situation gut tut und was Sie selbst brauchen, um Vertrauen in die Betreuungspersonen zu entwickeln. Tagespflegeeltern sind oft eine Alternative, wenn Sie sich trotz sorgfältiger Auswahl und Eingewöhnungsversuchen in der ausgewählten Krippe nicht wohl fühlen sollten. Der kleinere familiäre Rahmen ist dann vielleicht die bessere Wahl?

In aller Kürze: Das örtliche Jugendamt, Familienzentren und kirchliche Anlaufstellen beraten und unterstützen Sie bei der Suche nach geeigneten Betreuungsplätzen. Wenden Sie sich im Zweifel an eine dieser Stellen, um weitere Unterstützung für die Betreuung Ihres kleinen Lieblings zu erhalten.

So geht es Mama und Papa

Teilen Sie sich mit Ihrem Partner die Elternzeit? Dann startet im 13. Babymonat oft der Papa mit der Kleinkindbetreuung, während Mama wieder arbeiten geht. Das kann den Alltag ganz schön durcheinander würfeln. Bleiben Sie dabei geduldig miteinander – und mit sich selbst. Für Papa kann ein Kind, das nach Mama verlangt, anfangs schwierig zu beruhigen sein. Für Mama ist der Arbeitsbeginn nach Monaten mit Baby ganz schön herausfordernd. Da hilft nur: Reden Sie miteinander! Sprechen Sie auch scheinbare Selbstverständlichkeiten an, die der jeweils andere gerade gar nicht im Blick hat.

Dazu kommt oft die Kitaeingewöhnung. Manche Kleinkinder meistern das wunderbar, andere tun sich damit schwerer. So unterschiedlich, wie die Eingewöhnung für die Kinder ist – so ist das auch für die Eltern. Vielleicht sind sie wehmütig über den Start der ausserhäusigen Betreuung und vermissen Ihr Baby in jeder Minute, die Sie getrennt sind? Im Laufe der Zeit wird das weniger, versprochen! Sie werden sehen: Bald haben Sie sich im neuen Alltag eingefunden.

Die besten Tipps für den dreizehnten Babymonat

Die erste Zeit mit Kleinkind ist turbulent, voller Überraschungen, und gleichzeitig so herzerwärmend. Mit unseren Tipps für den 13. Babymonat wird es noch ein bisschen schöner:

  • Nehmen Sie Hand- und Fussabdrücke Ihres Kleinkindes als Erinnerungsstücke für später.
  • Räumen Sie Zerbrechliches in den Regalen eine Etage höher – Ihr Kleinkind kann jetzt sicher stehen und sich auch nach weiter oben gelegenen Dingen strecken.
  • Besorgen Sie Schuhe mit weichen Sohlen für die ersten Schritte draussen.
  • Planen Sie Entdeckungstouren in der Natur und beobachten Sie, wie Ihr Kind staunend seine Umwelt erlebt.
  • Bauen Sie bewusst mehr Gemüse und Obst in den eigenen Speiseplan ein, schliesslich sind Sie das wichtigste Vorbild für Ihr Kind und werden aufmerksam bei allem beobachtet.

Wichtige Fragen zum 13. Babymonat

Wie viel spricht mein Kind mit 12 Monaten?

Ab dem 1. Geburtstag lernen Kleinkinder im Durchschnitt drei neue Wörter pro Monat. Anfangs können diese Wörter sowohl Personen, Tiere oder Dinge beschreiben, wie auch Eigenschaften.

Runde Gegenstände sind deshalb automatisch ein „Ball“, auch wenn es sich eigentlich um eine Wassermelone, eine Nuss oder einen kugeligen Korb handelt. Das kann anfangs verwirrend sein. Eltern und Kleinkinder finden aber ganz schnell eine eigene Form der Verständigung. Für Aussenstehende wirkt das nahezu als Geheimsprache zwischen Mama, Papa und Kleinkind.

Der Wortschatz erweitert sich stetig und mit ihm auch das Sprachverständnis. Kleinkinder verstehen im 13. Babymonat bereits typische Alltagswörter und reagieren entsprechend, wenn sie den Arm heben, die Mütze abziehen oder das Bein ausstrecken sollen. Besonders hilfreich sind kleinkindgerechte Spiele: Sie animieren Ihren kleinen Schatz dazu, stetig neue Wörter zu erlenen.

Wie gross ist ein 12 Monate altes Baby?

Mit 12 Monaten sind Kleinkinder im Schnitt zwischen 9.200 und 9.900 Gramm schwer, messen zwischen 74 und 84 Zentimeter und haben einen Kopfumfang von ca. 43 bis ca. 49 Zentimetern. Häufig passt die Kleidergrösse 80 oder 86 gut. Die Schuhgrösse beträgt zwischen 20 und 20,5 bei einer durchschnittlichen Fusslänge von 12,3 bis 12,7 Zentimeter.

Schwankungen nach oben und unten sind beim Gewicht und beim Grössenwachstum natürlich immer möglich. Die Abweichungen können im 2. Lebensjahr mehrere Zentimeter und bis zu zwei Kilogramm betragen.

Braucht ein 12 Monate altes Kleinkind noch den Mittagsschlaf?

Das Schlafbedürfnis von Kleinkindern verändert sich im Laufe des zweiten Lebensjahres unmerklich. Auf 10 bis 13,5 Stunden Nachtschlaf kommen durchschnittlich noch 1 bis 3,5 Stunden Tagschlaf, wobei sich der Tagschlaf mehr und mehr zu einer grösseren Schlafphase gestaltet. In der Regel benötigen Kleinstkinder in diesem Alter diese Ruhepause dringend, um fit für die weiteren Tagesaktivitäten zu sein.

Ist Ihr Liebling tagsüber müde, findet aber nicht in den Schlaf? Das geschieht in Umbruchphasen immer mal wieder und ist kein Grund zur Sorge. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass Ihr Kind keinen Schlaf braucht, sondern unter Umständen nur etwas mehr zu verarbeiten hat.

Hilfreich ist in diesen Phasen

  • eine möglichst ablenkungsfreie, ruhige Umgebung zu schaffen,
  • viel Hautkontakt und Nähe anzubieten,
  • und Regulationshilfe zu leisten: Schaukeln, wiegen, streicheln, stillen oder Flasche geben kann Ihrem Kleinkind dabei helfen, den Übergang in den Schlaf leichter zu meistern.

Prüfen Sie auch, ob der Schlafbedarf Ihres Kindes verändert ist, es vielleicht abends nicht zur bisher üblichen Zeit müde wird oder über Mittag etwas weniger Schlaf benötigt. Das Schlafbedürfnis ist sehr individuell, deshalb sind Schlaftipps meist eher allgemeiner Natur. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl und begleiten Sie Ihren Liebling in Ruhe dabei, den optimalen Weg zum Einschlafen zu finden.

Muss ich mein Kind für die Krippe abstillen?

In bedürfnisorientierten Krippen und Kindertageseinrichtungen wird in der Regel nicht erwartet, dass Sie Ihren Liebling zum Krippenstart abstillen.

Meist befürchten Eltern, dass gestillte Kleinkinder in der Krippe weniger gut essen oder Schwierigkeiten mit dem Einschlafen haben. In der Praxis ist es aber meist so, dass Kleinkinder:

  • in der Gemeinschaft mit anderen Kindern besser und mehr essen,
  • die neue Umgebung aus Schlafraum, Bezugserzieherin und Krippenraum besser akzeptieren,
  • der Krippen- und KiTa-Alltag herausfordernd ist, sodass sie eher hungrig sowie müde werden.

Bei Babys im 1. Jahr kann es nötig sein, Muttermilch abzupumpen und in der Krippe beziehungsweise KiTa füttern zu lassen. Nach dem 1. Geburtstag wird das in den meisten Fällen nicht mehr nötig sein. Sie können morgens, nach dem Abholen mittags oder nachmittags, abends und nachts einfach weiterstillen.

Autoreninfo:

Sabrina Sailer ist seit 2010 ehrenamtliche Stillberaterin und ausgebildete Trageberaterin. Sie arbeitet als Werbetexterin und Redakteurin und betreut zusätzlich verschiedene Angebote, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betreffen.

Fachliche Beratung und Redaktion: Birgit Laue, Hebamme & Medizinpädagogin, Dipl. PR-Fachwirtin, Autorin