Essen für zwei?

Grosse Aufgaben hat der Körper während einer Schwangerschaft zu bewältigen

Nicht mehr, sondern besser essen heisst die Devise

Während der 40 Wochen einer Schwangerschaft hat der Körper grosse Aufgaben zu bewältigen: Das Kind wird komplett über die Nabelschnur ernährt und muss ständig mit Nährstoffen versorgt werden. Kurzum: Der Körper befindet sich im Ausnahmezustand und läuft auf Hochtouren. Gerade jetzt ist eine gesunde Ernährung genau so wichtig wie Vorsorgeuntersuchungen und Bewegung an der frischen Luft.

Ausreichend Nährstoffe sind wichtig

Alles, was das Kind braucht, holt es sich aus dem Blutkreislauf der Mutter und zapft, wenn es sein muss, auch deren Reserven an. Folsäure, Jod, Eisen und Co. fördern seine geistige und körperliche Entwicklung. Sind die Vorräte ausreichend vorhanden, kann sich das Kind optimal entwickeln und der Mutter geht es gut. Von einem guten Ernährungszustand profitieren Mutter und Kind also gleichermassen.

Beachten Sie, dass auch in der Stillzeit der Mutter eine Menge abverlangt wird, deshalb sollten Sie auch in dieser Zeit auf eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Nährstoffzufuhr achten.

Die alte Regel „Essen für zwei“ stimmt dennoch nicht

Die alte Regel „Essen für zwei“ stimmt dennoch nicht. Denn während der ersten drei Monate benötigt eine Schwangere keine zusätzliche Energie. Erst danach, also ab dem vierten Monat, dürfen es am Tag ca. 250 kcal mehr sein. Das entspricht gerade mal einer zusätzlichen Portion Müsli oder einem belegten Brötchen.

Wie lässt sich eine „richtige“ Ernährung also bewerkstelligen? Auf den Inhalt der Lebensmittel kommt es an. Das heisst, die Nahrung muss möglichst vielseitig Vitamine und Mineralstoffe liefern und dennoch möglichst wenig Kalorien. Nicht Quantität, sondern Qualität ist gefragt.

Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einer hohen Nährstoffdichte. Im Klartext: täglich frisches Obst, Gemüse, Salate, Kartoffeln, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, ausserdem regelmässig Seefisch für die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und gelegentlich fettarmes Fleisch – das ist